Herzlich Willkommen

Liebes Publikum,

leider können wir Sie zurzeit nicht wie gewohnt persönlich in unserem Konzertsaal, der Aula der Neuen Universität, begrüßen. Wir freuen uns daher umso mehr, dass Sie uns nicht vergessen und uns im digitalen Konzertraum besuchen!

Wir haben die technischen Möglichkeiten genutzt und mit tatkräftiger Unterstützung der Abteilung Kommunikation und Marketing der Universität Heidelberg eine virtuelle Bühne für Sie erschaffen.

Ein Konzert ist jedoch weitaus mehr als die Musik auf der Bühne – weitaus mehr als die Musikwerke finden Sie auch hier in unserem virtuellen Konzertsaal.

Erleben Sie jetzt unser Universitätskonzert – digital!

Ihr

Collegium Musicum Heidelberg

Proben während Corona

Wir haben fleißig über Zoom geprobt. Das gewohnte Warm-up vor dem Einsingen darf natürlich auch nicht fehlen!

Der Moment in dem...

AUS TÖNEN EINKLANG WIRD

ARBEIT BELOHNT WIRD

SICH TAKTE ZUSAMMENSETZEN

ES ALLE SPÜREN

DAS IST MEIN LIEBLINGSMOMENT...

DER MOMENT

IN DEM ES ZU MUSIK WIRD.


Von einem Mitglied des Universitätschores

Trotz Pandemie -

Werde munter, mein Gemüte!

"Nicht Bach, Meer sollte er heißen!" sagte Ludwig van Beethoven einst über Johann Sebastian Bach (1685-1750) und sein umfangreiches Lebenswerk.

Beinahe 200 Kantaten sind erhalten geblieben, von denen Bach die meisten in seinen 27 Jahren als Kantor der Thomaskirche zu Leipzig komponiert hat. Als Thomaskantor musste Bach für jeden Sonntag eine neue Kantate komponieren – bei solch einem hohen Arbeitspensum griff er oft auf seine eigenen Kantaten zurück und passte lediglich den Text zum jeweiligen Gottesdienst an.

Solche Änderungen und die Wiederverwendung des eigenen Materials, gelegentlich sogar der Gebrauch fremder Melodien könnten manchmal irreführend wirken:

Sie hören im Folgenden die erste Strophe Wohl mir, dass ich Jesum habe aus dem Choral Jesus bleibet meine Freude (nach der Melodie des Chorals Werde munter, mein Gemüte von Johann Schopp aus dem Jahr 1642) aus der Kantate Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147, komponiert im Jahr 1723 für Mariä Heimsuchung – eine erweiterte Fassung der gleichnamigen Kantate BWV 147a aus dem Jahr 1716 zum 4. Advent.

Werde munter, mein Gemüte – ein Gedanke, an dem wir in der Pandemie festhalten.

"Konzertweh"

Wie fühlt es sich eigentlich an, so lange keine Musik gemeinsam machen zu können?

Ioanna Grammatikos aus unserer Violoncello-Gruppe hat in ihrem Audiobeitrag eine ganz persönliche Geschichte über ihr Konzertweh geteilt.


PAUSE

ES GEHT WEITER...

Eine experimentelle Einfachheit

Der französische Komponist Jean Langlais (1907-1991) hätte am 15. Februar seinen 114. Geburtstag gefeiert.

Sein Name ist dem breiten Publikum nicht unbedingt bekannt, seine zahlreichen Kompositionen – mehr als 250 mit Opuszahlen! – nehmen aber einen festen Platz im Orgelrepertoire neben den Vertretern der französischen Moderne wie Maurice  Duruflé und Olivier  Messiaen ein. Tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben und Wiederbeleben der alten musikalischen Formen waren zentrale Aspekte in Langlais´ Schaffen. Zwar hielt er sich von der zeitgenössischen experimentellen Musik fern, jedoch ist seine musikalische Sprache eine dynamische Synthese der Ideen aus Folklore, Gregorianik und impressionistischen Klängen – oft polytonal oder gänzlich von der Tonart losgelöst und von Chromatik durchdrungen.

Die einfache Zweisamkeit der Orgel und der Solostimme der Missa in Simplicitate (1952, für Orgel und Solostimme oder einstimmigen Chor) zieht den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann: scheinbar simple, beinahe schillernde Harmonien über lange Strecken hinweg. Jedoch wird diese Einfachheit – in Simplicitate – immer wieder unverhofft durch eine komplexe Orgelbegleitung oder überraschende melodische und tonale Wendungen der Stimme durchbrochen. Das Agnus Dei, welches Sie gleich hören werden, erweckt den Eindruck der inneren Ruhe und Gelassenheit, bis dieser Dialog mit raschen Registerwechseln der Orgel und dem Aufsteigen der Solostimme in der Mitte des Satzes zum Höhepunkt kommt. Für einen kurzen Augenblick, nach langer tonaler Suche und Ausweichungen, hält die Harmonie auf dem hellen C-Dur inne, bevor die melodische Linie wieder absteigt und den Satz in der anfänglichen Unklarheit beendet. Eine experimentelle Einfachheit.

Hören Sie diese Suche nach dem Licht anders, wenn Sie wissen, dass Jean Langlais seit seinem zweiten Lebensjahr blind war?

Serenadenkonzert des Kammerchores im Juli 2016

Zeichnung der Berliner Trickfilmanimateurin Kornelia Griebel

Leonard Schlüter

Bereits mit drei Jahren saß Leonard Schlüter am Klavier und spielte Melodien aus der Zauberflöte und mit sechs Jahren gewann er seinen ersten Wettbewerb. Das Bestehen der Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Würzburg mit neun Jahren hatte zur Folge, dass er fortan nicht mehr von seiner Mutter, Sabine Schlüter, sondern von seinem Vater, dem Pianisten Michael Schlüter, unterrichtet wurde. Großen Einfluss auf seine pianistische Entwicklung hatte die langjährige Zusammenarbeit mit Prof. Karl-Heinz Kämmerling, der ihn mit 17 Jahren in seine Solistenklasse am Mozarteum in Salzburg aufgenommen hat. Weitere musikalische Impulse setzten Prof. Claudius Tanski und Prof. Cordelia Höfer-Teutsch.

Als Solist spielte Leonard Schlüter u. a. mit den Würzburger Philharmonikern, den Nürnberger Sinfonikern, mit der Jungen Philharmonie Salzburg und den Jenaer Philharmonikern. Aus der Zusammenarbeit mit den Heidelberger Sinfonikern unter Thomas Fey entstand ein CD-Live-Mitschnitt des Klavierkonzertes in c-Moll KV 491 von W. A. Mozart.

Seinen ersten Klavierabend gab Leonard Schlüter mit 13 Jahren. Seitdem begeistert er die Zuhörer in zahlreichen Konzerten durch seine große Musikalität, seinen Klangsinn, durch brillantes Spiel und die leidenschaftliche Hingabe an die Musik. Auch beim Würzburger Mozartfest im Juni 2013 brachte ihm das begeisterte Publikum stehende Ovationen entgegen. Aufgrund seiner musikalischen Erfolge wurde Leonard in den ausgewählten Kreis der „Young Steinway Artists“ aufgenommen. Auf seiner Debut-CD hat er bedeutende Werke von Beethoven, Brahms und Ravel eingespielt.

Wir freuen uns sehr, Leonard Schlüter bereits zum dritten Mal als Solist unserer Universitätskonzerte begrüßen zu dürfen!

Die kleine Neunte

Die Fantasie für Klavier, Chor und Orchester, op. 80 von Ludwig van Beethoven (1770–1827) entstand 1808 für eine im Theater an der Wien stattfindende Akademie. Bei diesem Konzertabend erklangen unter anderem Beethovens Symphonien Nr. 5 und Nr. 6. Als effektvolles Abschlussstück komponierte Beethoven die Chorfantasie, die Sie gleich hören werden – in etwas gekürzter Fassung.

Die Fantasie beginnt mit einer langsamen Einleitung für Solo-Klavier, das bei der Uraufführung von Beethoven improvisiert und erst später niedergeschrieben wurde.

Nach einer kurzen Pause setzt der zweite Teil der Komposition, ein mit „Finale“ überschriebenes Allegro an. Die tiefen Streicher spielen zunächst ein markantes rhythmisches, marsch-artiges Motiv, aus dem Beethoven große Teile des folgenden Satzes entwickelt. Die Instrumente des Orchesters treten dabei immer wieder in Dialog mit dem Klavier. Ein zweites Thema in Dur, das später vom Chor aufgegriffen wird, setzt Beethoven als bewussten Kontrast dem ersten in Moll entgegen. Dem Charakter einer Fantasie entsprechend besteht die Komposition aus einer Reihung lose miteinander verknüpfter Formteile, die vielfach den Charakter einer Durchführung besitzen.

In der Reprise setzen nun auch Gesangssolisten und Chor mit ein, die einen Text des österreichischen Dichters Christoph Kuffner (1780–1846) vortragen. Nachdem zunächst Frauen- und Männerstimmen das bereits zuvor umrissene Hauptthema des Satzes getrennt intoniert haben, führt Beethoven mit Einsatz des gesamten Chores den Satz zu einem apotheotischen Finale. Die musikalische Nähe zum Schlusssatz von Beethovens 9. Symphonie brachte der Chorfantasie den Beinamen "Kleine Neunte" ein.

Patrick Mertens

>

Mitwirkende

Universitätschor

Sopran

Sara Kredel-Jian
Sylvia Niestroj-Haß
Denise Freund
Katharina Erber
Judith Förster
Katharina Hamburg
Lea Maria Luca
Ilona Rein
Jule Reinke
Eva Samson
Johanna Kohlhaas
Regina Weinkötz
Rieke Först
Johanna Franzke

Alt

Anna-Maria Glück
Charlotte Währisch
Hyejin Park
Ayana Friederika Kehr
Dana Kovalchuk

Tenor

Peter Kvacskay
Konrad Goldenbaum

Bass

Tim Adler
Peter Wittlinger
Moritz Beutel
Johannes Noltenius
Leon Patzig
Martin Schulz
Valentin Sauter
Justin Kohlhaas
Christian Sauppe


Universitätsorchester

Violinen

Jochen Steyer (Streichercoach)
Laila Wenzlaff
Friedrich Raff
Lina Janko
Sarah Bopp
Felicia Studer
Jakob Schmidhäuser
Junis Heiland
Gisela Rexroth-Deuschel

Viola

Ragna Heyne
Sophie Wöhrle
Hikari Bun

Violoncello

Caroline Werkle
Ioanna Grammatikos
Julia Förder

Flöte

Hannah Rekowski
Janina Klasen

Oboe

Pernilla Kühn

Klarinette

Jannik Duttlinger

Fagott

Robert Freund
Noah Koopman

Horn

Judith Thoma

Posaune

Valentin Sauter

Tuba

Paul Meehan

Pauke

Florian Beenen


Leonard Schlüter, Klavier


Universitätsmusikdirektor Michael Sekulla
Gesamtleitung und Universitätsorgel

Technische Umsetzung, Bild- und Tongestaltung
Christian Sauppe


Team Collegium Musicum

Ksenija Fedosenko, Organisation Universitätsorchester,       Büromanagement

Konrad Goldenbaum, Organisation Universitätschor, Ton

Eric Stutzenberger, Büromanagement

-

Danksagung

Janne Krippl
Equipment- und Technikunterstützung

Jürgen Schorr
Medientechnik, Neue Universität

Patrick Mertens
Werkeinführung Beethoven

Abteilung Kommunikation und Marketing der Universität Heidelberg


Wir danken allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die dieses Projekt ermöglicht haben!

ZUGABE

Wir hoffen, Sie bald wieder persönlich im Konzertsaal begrüßen zu dürfen! 


Alle Aufnahmen fanden unter strengen Hygienemaßnahmen und gemäß der geltenden Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg statt.

-

Ihr Feedback ist uns wichtig! 

Haben Sie Ideen oder Anregungen? Wir sind unter dem angegebenen Kontakt jederzeit für Sie erreichbar und freuen uns über Ihre Rückmeldungen.

Kontakt

Homepage

Augustinergasse 7
D-69117
Heidelberg


Tel:06221/542212

collegium-musicum@uni-heidelberg.de

Tel:06221/542212


Datenschutz

Mit dem Besuch dieser Webseite können Informationen über den Zugriff gespeichert werden. Diese Daten wie Uhrzeit, Datum und die betrachtete Seite gehören nicht zu den personenbezogenen Daten, sondern sind anonymisiert. Dies werden nur aus statistischen Zwecken erfasst. Eine Weitergabe an Dritte, zu kommerziellen oder nichtkommerziellen Zwecken, erfolgt nicht.

Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen und nicht lückenlos vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden kann.

Die Verwendung der Kontaktdaten des Impressums zur gewerblichen Werbung ist ausdrücklich nicht erwünscht, es sei denn der Anbieter hatte zuvor seine schriftliche Einwilligung erteilt oder es besteht bereits eine Geschäftsbeziehung. Der Anbieter und alle auf dieser Website genannten Personen widersprechen hiermit jeder kommerziellen Verwendung und Weitergabe ihrer Daten.

a) Beim Besuch der Website

Sie können unsere Webseite grundsätzlich ohne Offenlegung Ihrer Identität nutzen. Beim Aufrufen unserer Website werden durch den auf Ihrem Endgerät zum Einsatz kommenden Browser automatisch Informationen an den Server unserer Website gesendet. Diese Informationen werden temporär in einem sog. Logfile gespeichert. Folgende Informationen werden dabei ohne Ihr Zutun erfasst und bis zur automatisierten Löschung gespeichert:

IP-Adresse des anfragenden Rechners,

Datum und Uhrzeit des Zugriffs,

Name und URL der abgerufenen Datei,

Website, von der aus der Zugriff erfolgt (Referrer-URL),

verwendeter Browser und ggf. das Betriebssystem Ihres Rechners sowie der Name Ihres Access-Providers.